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PROGRAMM TAGUNG 13. NOVEMBER 2010

Hier finden Sie detaillierte Angaben zu den einzelnen Programmpunkten unserer Tagung im Kursaal Bern.

 

Wir freuen uns auf Sie!


09.00 Uhr - Gott und die Welt aufstellen


Ruth Allamand, Kriens (www.allamand.ch)

 

In vielen Beratungen und Therapien geht es nicht nur um Beziehungen zwischen unseren Klienten, ihren Angehörigen und ihrem Umfeld. Oft sind wir mit Sinn- und Wertfragen konfrontiert, auf die wir nur in der Religion, der Spiritualität und/oder der Philosophie Antworten finden. Im Dialog mit den Teilnehmern und illustriert mit Beispielen aus ihrer langjährigen Aufstellungsarbeit zeigt die Referentin verschiedene Möglichkeiten auf, mit dieser sinnlich nicht fassbaren Wirklichkeit in der Aufstellungsarbeit umzugehen. Dabei geht es um Fragen, wie: Darf man Gott überhaupt aufstellen? Was – wenn der Klient nicht an Gott glaubt? Oder der Klient glaubt - der Therapeut aber zweifelt? Wie stellen wir uns (und andere) zum Schicksal? Was machen wir mit dem Tod? Und was mit dem Leben?

 


11.00 Uhr - Kinder stellen anders


Ein Lehrseminar für Große, die von Kleinen lernen wollen zum Thema „Kinder lieben anders“

 

Andrea Martha Wandel, Hamburg (www.aptitude-academy.com)

 

Kinder haben eine einzigartige Sprache uns ihre Liebe zu zeigen. Das richtet viele Fragen an uns. Wie können wir durch Kinder lernen, ohne uns mit unseren Konzepten aufzudrängen? Wie können wir Kindern begegnen und sie in ihrer Entwicklung unterstützen, ohne es „besser“ zu wissen? Welchen inneren und äußeren Raum können wir schaffen, dass Kinder sich aus sich selbst heraus öffnen können, um Heilung zu erlauben? Was können wir von Kindern lernen, wenn sie uns erlauben in ihre Welt einzutreten?

 

Meines Erachtens sind Kinder weiser und wissender als wir. Sie benutzen nur eine andere Art der Kommunikation, eine andere Art von Sprache. Diese Sprache drückt sich aus über ihren Körper, Gestik, Spiele, und innere An- oder Abwesenheit. Wenn wir beginnen ihren Hinweisen anders zu zuhören, können wir uns einen Eintritt erlauben in eine neue und spannende Welt. Diese Welt überrascht.

 

In diesem Seminar werde ich Einblick geben in meine langjährige Praxiserfahrung in der Arbeit mit Eltern, Kindern, und „großen“ Kindern, die glauben, sie seien erwachsen. Die Erfahrungen der Kinder werden uns verändern in Richtung Authentizität, Ehrlichkeit, Resonanzfähigkeit, Ressourcenstärkung, Einfachheit, Grenzverschiebungen, Liebesfähigkeit und andere Überraschungen. Unsere Wissensfelder erweitern sich und Erwachsenensicherheit wird relativ. Lernen wir also zu entlernen, respektlos mit unserer Heiligkeit umzugehen, und den festen Boden unseres liebgewordenen Wissens ins Schwanken zu bringen. Sie brauchen keine Rolle rückwärts zu machen, aber heilt lachen eigentlich?

 


13.30 Uhr - Geburts- und Schwangerschaftstrauma als Chance für Heilung – die Gruppe als Gebärmutter


 

Franz Renggli, Basel (www.franz-renggli.ch)

 

Erfahrungen in der Schwangerschaft bestimmen ein Leben lang über unsere Gesundheit und psychische Stabilität, oder aber unsere Neigungen zu psychischer, bzw. somatischer Krankheit. Abhängig ist dies vom Erleben der Mutter genauso wie vom Vater und von ihrer Liebe in dieser frühesten Lebenszeit. Was wir im vorsprachlichen Raum erleben: von der Zeugung bis hin zur Geburt und in den ersten beiden Lebensjahren, prägt weitgehend unser Erleben und Verhalten – ohne dass wir uns dessen bewusst sind. Hier heil zu werden und d.h. unsere alten Verletzungen zu transformieren, unser kreatives und menschliches Potential zu befreien, den inneren göttlichen Kern wieder zum Leuchten zu bringen, dies ist die Aufgabe und der Sinn unseres Lebens. Kinder und Partner/in sind dabei die größte Herausforderung, um diesen inneren „Reichtum“ zu befreien.

 


15.00 Uhr - Entwicklungstraumata in der Systemaufstellung


Aufstellungspraxis im Bereich körperbasierter Elementarbedürfnisse

 

Johannes Benedikt Schmid, München (www.aptitude-academy.com/pages/ueberuns.html)

 

Aufstellungspraxis im Bereich körperbasierter Elementarbedürfnisse

 

Die gegenwärtige Aufstellungspraktik wird oft bestimmt durch Intergenerationenperspektive und Veranschaulichen von Dynamiken in der weiteren Familie. Während diese Perspektive in vielen Bereichen ihre Nützlichkeit erwiesen hat, bietet die Systemaufstellung zusätzliche Möglichkeiten in erweiterten und modifizierten Settings Heilungsmöglichkeiten zu erschließen.

 

Defizite im Bereich neurosequentieller Stimulierung durch fehlende Zuwendung oder adäquater Kontaktangebote sind traumatische Erfahrungen ohne dass ein Trauma im gängigen Verständnis vorliegt. Es ist nicht das, was uns angetan wird, sondern das, was uns nicht angeboten wird, das dysregulierend und damit traumatisierend wirkt. Vernachlässigung kann dabei sehr subtile Formen annehmen.

 

In diesem Workshop werden wir das Setting der Aufstellungspraxis auf den Bereich unserer einfachsten, frühesten und essentiellsten Kontaktbedürfnisse ausdehnen. Diese Bedürfnisse drücken sich oft nonverbal im impliziten Körpergedächtnis aus und erfordern einen geschützten Ausdrucksrahmen. In buchstäblich berührender Begegnung können wir erleben, wie kostbar - und leider selten - die Möglichkeit ist, unsere oft verbal unausdrückbaren, tiefsten Bedürfnisse nach Kontakt in Kontakt zu bringen, oder im Raum erlebbar zu machen. Die Gruppe wirkt dabei als notwendiger, schützender und haltgebender Rahmen. Die Qualität der Präsenz im Raum ist ein wesentlicher Faktor. Sie ermöglicht, sich auf die Grenze zwischen frühen Bedürfnissen und existentiellem Heimweh nach Ganzheit und Geborgenheit zu begeben, und sich so berührbar und so verletzlich zu machen, dass uns Berührung berührt.

 


16.45 Uhr - Können Therapeuten heilen?

Intimität, Nähe und Kontakt in Therapie, im richtigen Leben und der sich globalisierenden Welt

 

Plenumsdiskussion mit allen ReferentInnen des heutigen Tages

 

Der Hunger nach gefühltem, intimem Kontakt ist ungebrochen. Das Fehlen von Intimität, Nähe, Körperkontakt und innerlich tief empfundener Begegnung macht uns unsicher und sogar krank. Gleichzeitig ist Ehe oder dauernde Partnerschaft noch kein Garant für nährende Begegnung und berührende Nähe. Die Möglichkeiten von Internetdating, Lebensabschnittspartnern, gleichgeschlechtlichen Ehen, „living-apart-together“-Partnerschaften, interkulturellen Ehen, Patchworkfamilien, modernen Fertilisationstechniken, Verhütung, Abtreibung, Partnerwechsel, Scheidung, sowie ein sich veränderndes Verhältnis zwischen den Geschlechtern, erfordert Orientierung und Überdenken unserer Annahmen.

 

Wer glaubt, er oder sie habe die Antworten auf diese Themen, erweist sich all zu oft eher als Teil des Problems. Deshalb wollen wir versuchen uns in einer Plenumsdiskussion gemeinsam mit den Teilnehmern diesem Thema zu nähern, die Dimensionen auszuloten und relevante Fragen zu identifizieren. Wir halten eine Auseinandersetzung mit diesem Thema nicht nur für Systemaufsteller, sondern besonders für alle Menschen in sozialen Berufen für essentiell. Ihre Fragen und Erfahrungen sind uns willkommen. Die Peinlichkeiten ihres Lebensweges auch.

 


Wichtigen Daten

 

"...und das ist noch nicht alles..." - AsA Tagung 2010 Am Samstag, 13. November 2010 findet im Kursaal Bern eine schweizerische Tagung zum Thema Systemaufstellungen statt - Wir freuen uns sehr auf Ihre Anmeldung und einen spannenden Tag in der Hauptstadt.